“Resonanz und Dialog”
Trauma und Neuroregulation bei Kindern
Teil 1 und 2

Leitung: Dorothea Metcalfe-Wiegand D.O.®M.R.O.®

Jeder Säugling erlebt vor, während und nach der Geburt seine einzigartige Geschichte, die sich ganz direkt auf das Schlafen und Stillen, wie auch auf die gesamte weitere emotionale und physischen Entwicklung auswirkt.  Ältere Kinder können sich nach einem Ereignis plötzlich in ihrem Verhalten verändern oder über unerklärliche Schmerzen klagen. Hier können Kenntnisse wie wir Kinder in der sanften Lösung ihrer im Körper gespeicherten Trauma- Energien unterstützen können, überaus hilfreich sein.

Thema dieser praxisorientierten Kurse ist die Erweiterung der osteopathischen Behandlung durch Aspekte ressourcenorientierter Begleitung auf der Grundlage moderner neurophysiologischer und traumatherapeutischer Ansätze und der Achtsamkeitspraxis. Die osteopathischen Methoden zur Regulation des autonomen Nervensystems werden auf eine neue und sensible Weise durch Techniken von „Resonanz und Dialog“ erweitert. Sowohl auf palpatorischer wie auch auf Kommunikationsebene wird eine neue Dimension in der osteopathischen Behandlung eröffnet und Möglichkeiten zur  Lösung von Stress und Trauma aufgezeigt.

Teil 1: Stress und Trauma beim Klein- und Schulkind. Theorie und Praxis des Umgangs mit Unfällen, Stürzen, Operationsfolgen u. a. überwältigenden Erfahrungen.

Theorie: Die Neurophysiologie des reflexhaften Verhaltens – Kämpfen, Fliehen und Erstarren – sowie die Neurophysiologie des traumatischen Erlebens mit seinen Auswirkungen auf das kindliche Nervensystem. Wie zeigt sich dies in einem Kind? Was sind die therapeutischen Konsequenzen?
Praxis: Spezifische Fertigkeiten zur Kommunikation auf dem Hintergrund eines alarmierten Nervensystems: Wie finde ich eine Brücke zum Kind? Kinder dürfen fantasievoll und spielerisch Beziehungen zwischen der Wahrnehmung von Körperempfindungen und Gefühlen entdecken, gehaltene Energien und Symptome eines Traumas im Körper sanft entladen und zur Selbstregulation (zurück-) finden.

Teil 2: Vertiefung von Kurs 1 und Praxis der Arbeit mit Erlebnissen aus der prä- und perinatalen Zeit; die Gestaltung der Dreiecksbeziehung Eltern- Kind- Therapeut.

Theorie: Die Entwicklung von Bindung und ihre Bedeutung für die physisch-seelische Gesamtentwicklung des Kindes. Wie bekommen wir in der osteopathischen Behandlung die Eltern „mit ins Boot“ und welche Aspekte sind dabei besonders bedeutsam?
Praxis: Die nonverbalen Signale des Säuglings und des Kleinkindes auf Gewebe- und Verhaltensebene und die Auswirkungen einer vegetativen Regulation der Eltern/ des Elternteils auf das Kind. Die osteopathische Behandlung von Geburtstraumen auf dem Hintergrund traumatherapeutischer Ansätze wird erarbeitet.